User Experience

Seit 2018 werde ich zunehmend nach UX Design gefragt. Ich gewichte UX-Überlegungen bei meinen Webseiten und Layouts sehr stark. Form folgt Funktion.

 

Wie wird UX gemacht?

Wie „macht“ man UX (als Designer, Webentwickler oder kleine Agentur)? UX bedeuted User Experience und für mich ist es eine theoretische Fertigkeit, da ich wohl kaum eine UX-Studie mit Eyetracking und 20 Testsubjekten während der Entwicklung durchführen kann, ebenso wenig wie die meisten anderen Webagenturen oder Designer. Obwohl UX ein aktuelles Buzzword ist, wirklich „machen“ UX wahrscheinlich die wenigsten, Wichtigtuer reden aber gerne darüber.

Wobei es im „Creative Cloud“ Abo der Firma Adobe dafür ein eigenes Programm gibt, welches den lustigen Namen Xd trägt.

Was ist UX für mich?

Es sind einfache, aber wichtige Überlegungen und Selbsttests des UI, angefangen bei der Menübedienung, über die Elemente „Above The Fold“ bis hin zum gesamten Hero-Header mit Call-to-action. Andererseits ist UX die generelle Bedienbarkeit, die sogenannte Benutzerführung, und sogar die Ladegeschwindigkeit einer Webseite. Eine gute User Experience erhält man nur dann, wenn sich eine Webseite gut anfühlt, unabhängig davon, wo 47.15% der Testkandidaten als erstes hingesehen haben.

Wenn ich für Sie UX machen soll, werden Sie von mir eine knappe Liste mit Annotationen über dem Wireframe Ihrer Webseite erhalten. Diese basiert rein auf Erfahrung und logischen Überlegungen. Ich mache das durchaus gerne und sehe sehr wohl einen Sinn darin, empfinde das Thema jedoch als überbewertet. Vergleicht man die Webseite von Amazon Prime TV mit der Netflix Webseite oder SmartTV App, merkt man, dass UX bei Amazon kein Kernkriterium im Design-Prozess war – bei der TV App von Netflix spürt man um so schneller, das hier Profis am Werk waren, die jeden Click durchdacht haben.

Das ist der Grund, warum ich diese Unterseite erstellt habe: Denn Webdesign bedeutet, Design von User Interfaces, von aktiven Programmen und Elementen, und unterscheidet sich damit massiv vom Design passiver Grafiken, zum Beispiel für ein Werbeplakat. Bei einem erfahrenen Webdesigner haben die meisten Elemente in einem Webdesign deutlich mehr Dimensionen, wie eben UX – dazu kommt die funktionale Dimension, technische Aspekte (wie die Programmiertechniken, die man bei der Entwicklung gedenkt, anzuwenden, z.B. Flexbox oder Grid), SEO und anderes, neben den ohnehin schon komplexen Dimensionen jeder Grafik, wie Aussage und Aussagekraft, Qualität und mehr.

Wie bekommen Sie das Beste Webdesign?

Ich habe diesen Text und die letzte Überschrift tatsächlich nicht aus Gründen der Suchmaschinenoptimierung geschrieben, Ehrenwort. Ich könnte jetzt sagen, das beste Webdesign bekommen Sie natürlich bei mir. Tatsächlich finde ich aber, ein Kunde muss sich zu 100% mit seinem Design und seinem Designer identifizieren können, und hier gibt es wenig Grauzone, etwas gefällt, oder es gefällt nicht. Mittelmäßigkeit ist ein Begriff, mit dem Sie weltweit, zuverlässig 9 von 10 Designern einen Ohnmachtsanfall mit anschließender Depression verpassen können. Deshalb sage ich, wenn Sie sich mit meinen Design-Fähigkeiten (ich bin recht weit gefächtert und kann diverse Stilrichtungen umsetzen) identifizieren können, erhalten Sie das beste Webdesign von mir. Wenn nicht, erhalten Sie es von einem anderen Designer, sollte dieser kein Webdesigner sein, lassen Sie mich aus diesem Design ein Webdesign erarbeiten. Man sagt, dass viele Köche den Brei verderben. Aber das ist ja nur ein uralter Spruch und wir kochen hier nichts – moderne Designer sollten kritik- und teamfähig sein.

Das beste Webdesign ist kein Meisterwerk von Leonardo DaVinci. Es ist ein wirklich vielschichtiges Produkt, und je mehr fähige Hände daran arbeiten, um so perfekter wird es werden. Wenn ich ein Design mache, egal welcher Natur, rufe ich mehrfach meine Frau und meinen Sohn, um ihr Feedback zu bekommen, und lege den Hammer erst dann wieder hin, wenn ich die Antwort höre: „Ja, so ist nice!“ (also manche sagen auch „fett“, oder „geil“, oder „hammer-krass“, aber ich kann mit dieser jugendlichen Sprache nur wenig anfangen). In meinen jungen Jahren war es noch üblich, dass Solo-Designer ihr Werk in ein entsprechendes Forum gestellt haben, um Feedback zu bekommen, heutzutage postet man auf Facebook und Instagram, und will nur likes ohne Kritik. Wenn ich von einem Designer vermittelt bekomme, „mein Design ist perfekt, sag bloß nichts anderes“, ist das für mich ein Zeichen großer Unprofessionalität und fehlender Teamfähigkeit, aber das mag auch ein Generationenunterschied sein. Ein professioneller Designer, kann sich emanzipiert entscheiden, ob er fachliche Kritik verarbeitet oder als unwichtig erachtet, aber erst nachdem er darüber nachgedacht hat, und nicht davor. Annehmen können sollte er die Kritik jedoch grundsätzlich.

Aus Gründen der Lesbarkeit verwende ich nur die männliche Form von „Designer“ oder „Webdesigner“, tatsächlich sind aber schon seit Anfang des Internet sicher 50% der Designer Frauen.