Corona Update – Wie gehts weiter?

Wir haben nun den neuen Schulplan. Der ist kompliziert, lässt sich jedoch auf folgende Eckpunkte reduzieren, bezogen auf unseren Viertklässler:

  • Alles bleibt auf Ausnahmezustand
  • Die Schüler werden zunächst (wie lange ist unklar) nur 2h / Tag Unterricht haben
  • Die Klassenstufen wechseln sich im Wochenrythmus ab, das heißt es ist nur alle 2 Wochen Unterricht
  • Ferien bleiben normal bestehen
  • Es gibt vorerst keine Samstagsschule
  • In besonderen Fällen, wie Angehörige einer Hochrisikogruppe, werden Schüler komplett freigestellt
  • Die Klassenstufen 4, 9 (Hauptschule), 10 (Realschule) und 12 / 13 (Gymnasium) sollen wohl priorisiert werden, aktuell verstehen / sehen wir nicht genau, wie.

Da unser Sohn nach den Sommerferien in die fünfte Klasse kommt, ist er ab da auch kein Prioritäts-Schüler mehr. Ich habe im Moment die genauen Daten leider nicht zur Hand, werde aber die Daten und Eckpunkte noch ergänzen.

In der nächsten Woche, ab 18. Mai geht unser Sohn also 2h / Tag für 1 Woche in die Schule, allerdings ist Donnerstag direkt wieder Feiertag und Freitag ist die Schule, wohl ein Brückentag o.ä. ebenfalls zu. In der anschließenden Woche und außerhalb der zwei Schulstunden wird unser Kind wieder zuhause bleiben und Homeschooling geht weiter.

Was Kinderlose nicht wirklich verstehen: Gerade Einzelkinder, wie unser Sohn, sind seit nun Monaten komplett isoliert. Sämtliche Regelveranstaltungen, unser Sohn ging in Sportvereine und Nachmittagsgruppen der Schule, waren und sind weiterhin geschlossen. Er hatte trotz Bemühungen bisher keine Möglichkeiten, andere Kinder zu treffen oder zu seinen Großeltern zu gehen. Viele Eltern blocken beim Thema „Treffen“ ab, wir sind da offen, da wir durch meine Frau als Krankenschwester ohnehin potentiell in Kontakt mit der Krankheit kommen. Das ist für einige Menschen, sogar Verwandte, scheinbar der Grund, sich derzeit nicht treffen zu wollen, genau wissen wir es nicht. Meine Frau und ich hatten zuvor unser Leben sehr straff durchorganisiert, die Schulferien irgendwie mit beruflichem, geteiltem Urlaub abgedeckt: z.B. erst meine Frau eine Woche, dann ein paar Tage ohne Betreuung, dann ich eine Woche, dann ein Wochenende Großeltern… Kapazitiv war das bereits über dem Limit und ich habe im Hintergrund ja noch ein paar andere „Dinge“ zu regeln, wie die meisten meiner Kunden wissen – auch bei diesen Dingen musste ich geplante Termine verschieben, neues Datum unbekannt.

Ehrlich gesagt: Es wird sich kurz- und langfristig wahrscheinlich erst einmal nichts ändern. Ich kann im Moment keine Neukunden annehmen und keine Neuaufträge ausführen. Ich reserviere seit Beginn von CoVid so viel Zeit wie möglich für meine Service-Paket Kunden und für Server- / Webseitenwartung so wie Notfälle. Einige haben dies auch bereits in Anspruch genommen, insgesamt sind alle Kunden sehr zurückhaltend, wofür ich einerseits dankbar bin, aber andererseits mir sehr bewußt bin, dass das nicht ewig so weitergehen kann. Mein Telefon und Email sind seit 2 Monaten so gut wie tot, manch angefangenes Projekt nebst zugehöriger Rechnung liegen weiterhin kommentarlos brach.

Ich habe zu Beginn meiner freiberuflichen Tätigkeit bereits eine Finanzkrise erleben müssen, man fühlt sich bestenfalls an Sisyphos erinnert, kaum hat man nach ein paar Jahren den Stein wieder auf dem Berg, rollt er wieder runter. Die Finanzkrise 2010 hat bei mir Spuren bis heute hinterlassen, eine Stabilität gab es frühestens seit 2015. Für die Jahre 2020 und 2021 wird mein Hostingbetrieb wohl auf jeden Fall Weitergehen, ich suche nebenbei außerdem eine neue Festanstellung, ohne dass ich diese antreten könnte: Anfragen diesbezüglich erhalte ich jedoch reichlich. Meinen Stammkunden kann ich so weit garantieren: so lange keine weiteren, negativen Faktoren hinzukommen, müssen Sie sich keine Gedanken machen. Ich halte Sie auf dem Laufenden.